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WER muss eigentlich WAS?




"Die Lehrerin hätte ...", "Warum haben die Eltern nicht ...", "Worum muss man sich eigentlich noch alles kümmern?", "Das kann aber nicht sein, dass ich ...", ...


Solche Fragen (und noch viele mehr) stellen sich Eltern, Lehrer:innen, Freizeitpädagog:innen und Stützkräfte immer wieder. Jede:r scheint zu wissen, was ihre/seine Aufgabe ist, dennoch vernachlässigen aus subjektiver Sicht immer "die anderen" ihre Tätigkeiten und plötzlich hat man das Gefühl, sich um alles selbst kümmern zu müssen.


Die Aufgaben in einem funktionierenden Schulbetrieb sind tatsächlich sehr vielfältig und nur zu bewältigen, wenn alle an einem Strang ziehen. Alle haben ihre Aufgaben, viele davon müssen von einer Seite alleine erledigt werden, andere wiederum funktionieren nur in enger Zusammenarbeit untereinander und werden somit miteinander verantwortert.


So sieht es im Schulbetrieb aus. Das Prinzip ist nicht neu. Es nennt sich Schulpartnerschaft.


Was ist Schulpartnerschaft?

Schulpartnerschaft meint das Zusammenwirken von Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern sowie Erziehungsberechtigten mit dem Ziel, Schule am Standort gemeinsam zu gestalten.

So beschreibt das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung dieses Konstrukt.

"Schule gemeinsam gestalten" klingt natürlich logisch und vernünftig. Dafür sind ja auch die Organe der Schulpartnertschaft - das Klassenforum, das Schulforum und der Schulgemeinschaftsausschuss - da. Mitsprache in schulautonomen Belangen.


"Viele Köche verderben den Brei"


Doch darüber hinaus wirkt die Schulpartnerschaft allerdings täglich ins Schulleben und den Unterricht hinein. Alle arbeiten zum Wohl des Kindes zusammen.


"Viele Köche verderben den Brei!", könnte man da einwenden. Genau deshalb ist es wichtig zu wissen, was die Aufgaben der jeweiligen Gruppe sind.

Besteht darüber Klarheit, dann greifen Prozesse plötzlich ineinander anstatt sich gegenseitig zu blockieren. Auf einmal wird der Umgang miteinander respektvoller, weil jede und jeder in dieser Partnerschaft weiß, was der/die andere tagtäglich leistet.


In der Volksschule Groß Siegharts haben wir dafür im letzten Schulforum unsere neue Verhaltensvereinbarung für Lehrer:Innen, Eltern und Schüler:innen einstimmig beschlossen. Alle sollen sich wieder bewusst werden, was die jeweiligen Kernaufgaben sind, sich gewissenhaft auf diese konzentrieren um, zum Wohl des Kindes somit den Verlauf des Schullebens und der (Aus)bildung leichtläufiger zu gestalten.


Nur ein Traum? Ich glaube nicht!

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